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Cover  
Old Man's Child - Ill-Natured Spiritual Invasion (CD)
Label: Back On Black
VÖ: 05.06.2026 [Re-Release]
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Art: Review
Werner
Werner
(1360 Reviews)
Keine Wertung
Das Referenzalbum bzw. die Steilvorlage für den kommerziellen Höhenflug des sogenannten Symphonic Black Metal war selbstverständlich "Enthrone Darkness Triumphant" von Dimmu Borgir, dessen Veröffentlchung im Jahre 1997 vonstatten ging und im Umfeld der Mitbewerber dementsprechend abzufärbte. Ihre Norwegischen Landsleute Old Man's Child wilderten bis dato in raueren Gefilden ("Born Of The Flickering" / "The Pagan Prosperty"), liebäugelten für ihr drittes Opus "Ill-Natured Spiritual Nature", welches via Century Media 1998 aufschlug, ergo wenig überraschend ebenso zu Keyboard bzw. sphärischen Klangkaskaden. Ein dazumal durchaus nachvollziehbarer Schritt, an diesem Karrierepunkt quasi etwas salonfähiger zu werden, wenngleich Teile der hartgesottenen Schwarzwurzel-Vollzeit-Szene-Polizisten der Kapelle aus Oslo plötzlich den Rücken zuwandten. Ja in ihrem Ideologiedenken zuwandten mussten. Da waren sie natürlich nicht die einzigen, die ihre Credibility riskierten.

Aber meine Güte, die Quintessenz auf "Ill-Natured Spiritual Invasion" ist ja immer noch höchst geschmackvoller Black Metal samt gediegenen Thrash-Vibes, der dank orchestraler Einsprengsel lediglich glaubwürdig erweitert und verfeinert wurde. Das grimmig-charismatische Organ von Bandkopf Galder (er spielte mit Ausnahme des Schlagzeug's alles im Alleingang ein !!!) der ja Jahre später bei den erwähnten Genre-Anführern Dimmu (nämlich von 2000 - 2024) als zweiter Gitarrist neben Silenoz einstieg, kannte man schon damals binnen Sekunden. Die straffen Kompositionen, die immer wieder coole Details an die Oberfläche befördern, haben über die Spanne von fast drei Dekaden nie an Reiz verloren und wirken heute beinahe schon angestaubt, dazumal kategorisierte man das Sounddesign allerdings relativ modern (Schweden's Producer-Legende Tomas Skosgberg zog seine Strippen). Der für mich meist erhabene Song steht passend im Finale Grande und nennt sich "Thy Servant" - so was von fantastisch. Übrigens: niemand geringerer als der fleischgewordene Drumgott Gene Hoglan (ex-Death, ex-Testament, ex-SYL, jetzt wieder Dark Angel) knüppelte diesen nordisch-griffig-perfiden Leckerbissen gewohnt exzellent ein.

Trackliste
  1. Towards Eternity
  2. The Dream Ghost
  3. Demoniacal Possession
  4. Fall Of Man
  1. Captives Of Humanity
  2. God Of Impiety
  3. My Evil Revelations
  4. Thy Servant
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