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Cover  
Defacing God - Darkness Is My Crown (CD)
Label: Apostasy Records
VÖ: 27.03.2026
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Art: Review
Werner
Werner
(1365 Reviews)
7.5
Bei Dänischem Stahl heißt die Devise des Öfteren bitte warm anziehen. Das südlichste Gebiet Skandinaviens hat fast immer exzellente Ware innerhalb des Stromgitarren-Segments frisch im Angebot, und das nicht erst seit dem Durchbruch der genreübergreifenden Volbeat. Bei Defacing God geht es im Vergleich zum genannten Mainstream-Wunder aus Kopenhagen deutlich heftiger zur Sache. Black/Death und eine Prise Dark Metal heißt hier seit der Gründung 2015 die Marschrichtung, eine bunte Mischung also. Als optischen Bonus gibt es eine keifende Sängerin, eine gewisse "Sandie the Lilith". Ein Fräulein, dem man(n) lieber aus dem Weg geht. Und das nicht nur wegen des bösen Blicks.

Allzu große Veränderungen im Vergleich zum vielerorts gefeierten Debütwerk "The Resurrection Of Lilith" (2022) lässt die Kapelle aus Aalborg während der 38 Minuten auf "Darkness Is My Crown" nicht erkennen. Die bewährte und erfolgreiche Formel, bei der es in Sachen Intensität und Giftigkeit keine Gnade bzw. Nettigkeiten gibt, wurde vernünftigerweise beibehalten. Was in letzter Konsequenz heißt, dass es im Spannungsfeld zwischen Arch Enemy und Cradle Of Filth fetzt, rumpelt, hackt und zischt, gleichzeitig muss man das (notwendige) Maß an Eigenständigkeit des Quintetts löblich erwähnen. Ein Charakteristikum, welches speziell dann zur Geltung kommt, wenn das Tempo mal nicht am Limit, sondern die ohnehin perfide Atmosphäre vollends drückt. Tracks wie "It Comes At Night", "I See Shadows" und "Transision" sind Paradebeispiele für diese furchteinflößende Gangart.

Neu oder revolutionär ist innerhalb dieser heftigen Hörwerkschau natürlich nichts. Was jedoch Engagement, Überzeugung und Willen betrifft, ist auf "Darkness Is My Crown" etwas spürbar, was beispielsweise bei den erfolgsverwöhnten Dimmu langsam aber sicher versiegt. Auch beim Kapitel Klangveredelung überließ die hungrige Kapelle nichts dem Zufall. Mit einer pompösen Soundwall (Landsmann Tue Madsen, Antfarm Studios) wusste man auch den Zweitling in bester Tonqualität tunen zu lassen. Danish Dynamite eben.

Trackliste
  1. Nocturnal Vestige
  2. Malediction Manor
  3. It Comes at Night
  4. I See Shadows
  5. Nefarious Enclave
  1. Hymns of the Memoir
  2. There Is No Light
  3. Your Presence Lingers Here
  4. Transition
  5. The Last Revelation
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