|
Anmeldung
Suche
Statistics
6892 Reviews
458 Classic Reviews 284 Unsigned Reviews |
8.5
Die Zahl 10 steht meistens für besondere Anlässe oder Jubiläen - im Fall der Finnischen Melodic Death Band Omnium Gatherum trifft das so ganz nebenbei auch zu. Die im Jahre 1996 von den Herrschaften Markus Vanhala und Olli Lappalainen gegründete Kapelle ließ sich nach anfänglich bescheidenen Erfolgen nie unterkriegen und offenbart auf ihrem zehnten Opus erneut einen Leckerbissen für Genußspechte mit skandinavischen Vorlieben. Melodien der Marke Sehnsucht, dezent/poppige Synth-Sounds, satter Bombast und obendrein Drumbeats von Meisterklasse - all diese Kompontenten stehen hier derart in Eintracht, dass es in der Ohrmuschel nur noch so prickelt. Auch ist die Art des Komponierens mittlerweile in Sphären vorgedrungen, wo sich die wahren Kaperzunder aus der eigenen Heimat herumtummeln. Gemeint sind da vor allem Kaliber wie Amorphis, Insomnium oder die lange abgedankten Sentenced.
Es ist ja beinahe ein MUSS, als Musiker aus dem Land der tausend Seen eine bestimmte (tendenziell mystische) Atmosphäre für den Songwriting-Prozess zu initialisieren, selbstverständlich, aber mit welch Leidenschaft/Souveränität das Sextett all seine Ideen zu einem homogenen Cocktail bündelt, ist schier beachtlich. Die stilistische Nähe zu Insomnium liegt natürlich auf der Hand, da Gitarrist Vanhala seit 2011 den Sound dort entscheidend mitprägt. Was den Reiz wie schon beim Vorgängerwerk "Origin" ausmacht, ist dieses leichtfüßige Pendeln zwischen den musikalischen Polen, also zwischen Death Metal und folkloristischer Ästhetik, zwischen Growls/Screams und geschmeidigen Gesangsharmonien, gegensätzlich wie Yin und Yang. Und gleichsam unzertrennlich. Es passt jedenfalls die Mischung. Einer von vielen Gründen, weshalb es innerhalb der 40 Minuten nie langweilig oder gar eintönig wird. Im Gegenteil. Da ist es auch völlig passend, dass der erste und letzte Track als Instrumental- Intro bzw. Outro belassen wurden. Das technische Können als auch die Filigranität eines jeden Einzelnen ist natürlich kein Diskussionspunkt bei Omnium Gatherum, niemals - aber löblich daran ist, dass das Kollektiv dem Flow des jeweiligen Stücks alles zu unterordnen weiß. Neun Songs, kein einziger Füller. Da mag der Titel "May The Bridges We Burn Light The Way" fast schon zu lange oder schwulstig geraten sein, durchaus, aber das Interieur der zehnten Hörwerkschau rechtfertigt dafür alles. Trackliste
Mehr von Omnium Gatherum
Reviews
02.12.2004: Years In Waste (Review)News
18.08.2013: Video zu "The Sonic Sign"07.02.2013: Neues Sound-Futter ist online 20.06.2011: Verpflichten Neuling an der Klampfe 05.06.2008: Das Bassistenproblem Tour
19.02: Omnium Gatherum, Fallujah, In Mourning @ Szene Wien, Wien23.02: Omnium Gatherum, Fallujah, In Mourning @ Club Vaudeville, Lindau |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
|||||
| © DarkScene Metal Magazin | |||||||