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Cover  
Headspace - I am Anonymous (CD)
Label: Inside Out
VÖ: 18.05.2012
Homepage | MySpace
Art: Review
Werner
Werner
(1350 Reviews)
8.0
Das Bandprojekt Headspace scheint ähnliche Charakterzüge der, ebenfalls auf Inside Out gesignten Prog-Union Affector zu haben. Steht bei letzteren mit Ted Leonhard von Enchant ein recht bekanntes Goldkehlchen an der Front, so ist es bei Headspace kein geringerer als der zu Threshold zurück gekehrte Damien Wilson, der seit den frühesten Tagen das Mikro erstklassig bedient. Dass Damien auf dem alten Kontinent längst schon eine fixe Szenegröße ist, liegt aber deutlich mehr an den brillanten Performances bei den opulenten, niederländischen Prog/Space Metal Großunternehmen Ayreon und Star One.

Der Urheber und Ideengeber dieses britischen Quintetts ist allerdings ein Keyboarder. Adam Wakeman, Sohn des legendären Yes Mitgründer Rick Wakeman, hat ausschließlich Vollprofis mit dem fast schon logischen Ziel um sich geschart, das geistige Erbe von solch Giganten wie Marillion, Genesis und Rush fort zu führen. Jedoch ohne dabei Gefahr zu laufen, sich im purem Anachronismus zu verlieren, hinterlassen Headspace eine durchaus individuelle Duftnote. Nun, ja. Für diese Falle klingt "I Am Anonymous" ohne hin viel zu zeitgemäß und zu zahnig, ja beinahe martialisch. Auch hier, wie bei den eingangs erwähnten Debütanten Affector bewegen sich die Kompositionen am gerade noch zumutbaren, oberen Zeitlimit. Die wahre Kunst, nämlich bei solchen Überlängen ausreichend Spannungsbögen zu kreieren, ist Headspace auf dem Zweitwerk letzten Endes gut gelungen. Obschon es eine nahezu unausweichliche Referenz ist, machen Wakeman und Co. überhaupt keinen Hehl daraus, Dream Theater neben den ganz alten Helden als wichtigste Inspiration zu nennen. Spätestens beim fetzigen Keyboard Solo von "Die With A Bullet" wird dies offenkundig.

Zumeist sehr düster und dramatisch in Szene gesetzt, entpuppt dieser dreiundsiebzig minütige Audiokoloss seine wahre Größe erst mit jeder weiteren Rotation, wobei es mir persönlich das sehr dynamische und farbenreiche "Invasion" am meisten angetan hat – ein Wechselbad der Gefühle wäre wohl noch sehr gelinde formuliert! Zum Einsteigen würde ich aber doch zu "Fall Of America" raten, weil der Track abgesehen von der harten Kantenführung und drückenden Kulisse der ziemlich eingängigste ist. Genauso die Pink Floyd Hommage "Soldier" ist hörenswert!

Trackliste
  1. Stalled Armageddon
  2. Die With A Bullet
  3. Soldier
  4. Fall Of America
  1. In Hell's Name
  2. Daddy Fucking Loves You
  3. Invasion
  4. The Big Day
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© DarkScene Metal Magazin