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Cover  
Wolverine - Machina Viva (CD)
Label: Sensory Records
VÖ: 08.07.2016
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Art: Review
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Alex Fähnrich
Alex Fähnrich
(194 Reviews)
8.5
Bei Wolverine denkt heutzutage fast jeder an den gleichnamigen X-Man, verkörpert von Hugh Jackman. Doch diese Schweden hier gehen mit wesentlich feinerer Klinge zu Werke als der Krallenmann aus dem Blockbuster. Angefangen als Death Metal-Band haben sich Wolverine im Laufe ihrer 20-jährigen-Bandgeschichte zu einer eigenständigen Prog- Kapelle gemausert. Dabei sind die Vielfraße jedoch nie auf den Traumtheater-ICE aufgesprungen, sondern verstehen sich vielmehr auf atmosphärisch-emotionale Dampflockfahrten. Man erkennt also deutliche Parallelen zu ihren Landsleuten von Katatonia, auch wenn Wolverine ganz anders klingen.

Der fünfzehnminütige Opener "The Bedlam Overture" zeigt gleich zu Anfang alle Facetten des Quintetts: Komplexe, ausufernde Arrangements, die jedoch nie den roten Faden verlieren, eine opulente Instrumentierung und emotionale Vocals. Stefan Zells Gesang ist wirklich einzigartig und berührt einen einfach, besonders bei den berühmt berüchtigten Balladen der Band, die richtige Tearjerker sind. Auf dem Vorgänger "Communication Lost" war es noch "What Remains", welches einen zu Tränen rührte, diesmal ist es "Pile Of Ash", das am Ende des Albums nochmals in einer Orchesterversion dargeboten wird. Das ist Gänsehaut pur. Und so schaffen es Wolverine in keiner der siebzig Minuten Spielzeit von "Machina Viva"Langeweile aufkommen zu lassen. Lediglich das Quasi-Titelstück "Machina" ist mit seinen Trip Hop-Sounds zu elektronisch ausgefallen.
Wem Anathema mittlerweile zu süßlich und Katatonia zu düster sind, der ist hier gut aufgehoben.

Trackliste
  1. he Bedlam Overture
  2. Machina
  3. Pile Of Ash
  4. Our Last Goodbye
  5. Pledge
  1. When The Night Comes
  2. Nemesis
  3. Sheds
  4. Pile Of Ash (Orchestral Version - Bonus)
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