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Cover  
Turbokill - Vice World (CD)
Label: SPV
VÖ: 25.10.2019
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Art: Review
UwePilger
UwePilger
(76 Reviews)
9.5
Bereits letztes Jahr habe ich an dieser Stelle die in Eigenregie veröffentlichte EP der neuen Spielwiese von Ex-Alpha Tiger Sänger Stephan Dietrich besprochen und in höchsten Tönen gelobt. Nicht einmal 1 Jahr später nun, liegt das Full Length Debut vor, das, um es vorweg zu nehmen, für mich ein absolutes Highlight des Jahres 2019 darstellt. Nach einem netten Intro haut gleich der Opener und Titelsong dermaßen in die vollen, dass einem ein begeisterter Schauer über den Rücken läuft. Tolles Riffing und eine klare, organische und druckvolle Produktion fallen sofort wohltuend auf. Die Songs und die Produktion erinnern wirklich an die letzte Priest LP und liegen auch Qualitätstechnisch auf dem gleichen Niveau. Im Gegensatz zu seiner EX-Band gehen Turbokill zwar im selben Genre an den Start, sind aber beileibe nicht so progressiv und um einiges geradliniger als die "Raubkatzen". Natürlich müssen bei dieser Art von Musik die altbekanten Helden wie Priest, Maiden, Metal Chruch oder auch Vicious Rumors, als Vergleich herhalten, im Gegensatz zu vielen anderen Veröffentlichungen aber haben Turbokill durchaus ihren eigenen Stil und bewegen sich musikalisch auf einem derart hohen Niveau wie man es heutzutage nur noch selten erleben darf. Dietrich hat abermals an seiner Stimme gefeilt und seinem sich eh schon international auf Top Niveau befindlichen Organ noch einmal einen Schub gegeben. Dieser Mann und dies ist keine euphorische Floskel, bewegt sich derzeit auf einer Stufe mit Göttern wie Geof Tate, Michael Kiske oder sogar einem Bruce Dickinson (hört ihn euch an und ihr werdet mir Recht geben MÜSSEN).

Einen Song auf "Vice World" besonders herauszuheben ist eigentlich unmöglich, zu dicht ist das Hitpotential und die Klasse aller 12 Songs.
Aber wenn, dann würde ich als Beispiel für die Abwechslung und den Facettenreichtum vielleicht "Sail with Pirates" und das als Video anhängende "Pulse of the Swarm" nennen.

Hier sind musikalische Könner am Werk die zu jedem Zeitpunkt und zu jeder Note merken lassen, woher sie kommen und wohin sie wollen. Das Zeug um die Lücken zu füllen, die irgendwann mal unsere in die Jahre gekommenen Helden hinterlassen werden, haben Turbokill definitiv.

Texte die zwar teilweise sozialkritisch daherkommen aber auch immer mit einer Portion Humor und Ironie versetzt sind, runden ein überragendes Debut zusätzlich ab und werden mit Gitarrenharmonien und Solis zersetzt, die es einem unmöglich machen zu glauben, es hier mit einem Newcomer tun zu haben.

Anzumerken ist noch, dass alle 4 Songs der 2018-er EP sich auf dem Album befinden und nicht einfach 1 zu 1 übernommen wurden, sondern allesamt neu eingespielt und aufgenommen wurden. Ein Qualitätsunterschied ist auch zu keinem Zeitpunkt auszumachen, welches zusätzlich für das Album spricht.

Turbokill legen die Messlatte im klassichen Metal derartig hoch auf, dass ich bezweifle, dass in nächster Zeit irgendjemand diese zu überspringen im Stande sein wird.
Trackliste
  1. The Grand Delusion
  2. Vice World
  3. War Thunder
  4. Pulse Of The Swarm
  5. Global Monkey Show
  6. Sail With Pirates
  1. Turbokill
  2. Kill The Lie
  3. Don't Deal With The Devil
  4. Track N' Spy
  5. End Of Days
  6. Fortress Of The Universe
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