Nach langen sechs Jahren, die seit dem Release von
"Burn 'Em All" vergangen sind, haben
CONFESS um John Elliot (Vocals), Samuel Samael (Drums), Ludwig Nordlander und Asser Hakala (Guitars) sowie Lucky (Bass) mit
"Metalmorphosis" endlich wieder eine neue Platte am Start. Laut Band handelt es sich dabei um die bislang stärksten und am besten ausgearbeiteten Songs ihrer Karriere – vollgepackt mit schweren Riffs, großen Refrains und einer neuen Dynamik. Gemischt und gemastert wurde das Album von Erik Mårtensson von ECLIPSE, der dem Sound laut
CONFESS nochmal ein ordentliches Upgrade verpasst haben soll. Trotz aller Weiterentwicklung soll “Metalmorphosis” weiterhin die raue und harte Energie transportieren, für die die Schweden seit ihren frühen Tagen stehen. Gleichzeitig verspricht die Band eingängigere Momente, große Refrains und eine neue Dynamik, ohne den eigenen Sleaze-/Metal-Charakter aus den Augen zu verlieren.
CONFESS -
"The Warriors (feat. WILL WILDE)" - Official Music Video
Mit
"Colorvision" eröffnet
"Metalmorphosis" direkt mit einem knackigen Hardrocker, der sofort eingängig ins Ohr geht und mit seinem Mix aus modernem Hard Rock, Sleaze und fettem Chorus schnell zum gepflegten Fistbump animiert. Vor allem der Refrain bleibt sofort hängen und sorgt mit Zeilen wie „Help me open up my eyes / Shades of gray turns into life again“ für ordentlich Ohrwurmpotenzial. Auch gesanglich macht John Elliot direkt klar, warum seine Stimme perfekt zu diesem hymnischen und gleichzeitig rotzigen Sound passt. Inhaltlich schwankt ‘Colorvision’ zwischen Chaos, Selbstzerstörung, Motivation und dem Versuch, wieder Licht in den eigenen Kopf zu bekommen – musikalisch verpackt in einen energiegeladenen Opener, der direkt Bock auf mehr macht.
Mit
"The Warriors" gibt’s dreckige
"Slave To The Grind"-Vibes, die verdammt badass klingen. Die Nummer marschiert mit fettem Groove, rotziger Attitüde und ordentlich Street-Feeling nach vorne, während John Elliot den Song mit seiner rauen Stimme antreibt. Richtig stark ist außerdem der Harmonica-Einsatz von WILL WILDE, der ‘The Warriors’ nochmal einen eigenen Charakter verpasst. Mit
"Wicked Temptations" zünden
CONFESS direkt den dritten Banger in Folge und machen den Monsterauftakt von
"Metalmorphosis" endgültig perfekt. Die Schweden drücken weiter aufs Gas, verbinden fette Riffs mit ordentlich Groove und liefern erneut einen Chorus, der sich schnell im Ohr festsetzt.
CONFESS -
"Colorvision" - Official Visualizer Video
Der Titeltrack
"Metalmorphosis" marschiert danach mächtig nach vorne und zeigt erneut, wie stark die Jungs auf diesem Album abliefern. Die Gitarren bocken absolut, der Chorus bleibt hängen und Headbanger dürfen sich über einen fetten, druckvollen Titeltrack freuen, der ordentlich Energie entwickelt. Inhaltlich geht’s um Transformation, innere Stärke und den Wandel vom verletzlichen Menschen zur nahezu unaufhaltsamen Maschine. Trotz aller Härte bleibt die Nummer eingängig und entwickelt genau die Mischung aus Groove, Druck und Attitüde, die
"Metalmorphosis" bislang so stark macht. Mit
"Beat Of My Heart" liefern die Skandinavier dann die erste Ballade des Albums und setzen auf Atmosphäre, emotionale Vocals und einen ruhiger gehaltenen Aufbau, ohne dabei kitschig zu wirken. Gerade nach dem starken und energiegeladenen Auftakt funktioniert der Song als kleiner Kontrast richtig gut. Treibend, groovy und deftig geht’s mit
"Pursuit Of The Jenny Haniver",
"The Other Side" und
"Running To My Death" in die nächsten Runden Headbangen und Air Guitar zocken – wobei besonders die letztgenannte Nummer punkige Noten und coole Gangshouts mitbringt.
"Plague Of Steel" und
"Silvermalen" machen die Platte zu. Es bleibt dabei, dass es nur eine Ballade gibt – und das ist gut so. Neun knackige Hardrocker und ein ruhiger Titel: So geht Schweden-Rock!
Confess -
"Metalmorphosis" - Official Visualizer Video
Mit
"Metalmorphosis" liefern
CONFESS ein starkes Comeback ab, das über die kompletten 43 Minuten verdammt viel Spaß macht. Die Schweden verbinden fette Riffs, große Refrains, eingängige Hooks und ordentlich Groove mit genug Dreck und Attitüde, damit die Platte nie zu geschniegelt wirkt. Vor allem der starke Auftakt mit
"Colorvision",
"The Warriors" und
"Wicked Temptations" macht sofort klar, dass
CONFESS richtig Bock auf dieses Album hatten. Dazu kommen ein druckvoller Titeltrack, eine atmosphärische Ballade mit
"Beat Of My Heart" und genug Material für Headbanger, Air-Guitar-Fans und Freunde von rotzigem Rock mit Sleaze-Kante.
Ob man das Ganze nun eher Sleaze Metal, Hard Rock oder modernen Schweden-Rock nennen will, ist am Ende eigentlich völlig egal –
"Metalmorphosis" funktioniert, macht Laune und liefert genau die Mischung aus Energie, Eingängigkeit und Druck, die man sich von
CONFESS erhofft.
Confess -
"Wicked Temptations" - Official Music Video