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Cover  
Dirkschneider - My Way (CD)
Label: Atomic Fire Records
VÖ: 22.04.2022
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(3041 Reviews)
Keine Wertung
Es war zu befürchten. Konnte man über Dirkschneider & Friends und das Musikkorps-Ding noch schmunzeln, weil eben zwischendruch auch eine echte und gute U.D.O. rausschaute, ist es nun des Guten zu viel. "My Way" ist die erste Watsche, die ich dem alten Udo, meinem alten Freund und Helden, meinem oft und gern getroffenen und so sympathischen German-Metal-Tank geben muss. Fremdschäm-Faktor und Kopfschütteln inklusive und das, trotz allem Respekt, aller Verehrung und aller Dankbarkeit für ein halbes Jahrhundert toller Metal Musik!

Udo Dirkschneider präsentiert auf "My Way" 17 Coversongs von Bands und Künstlern, die ihn in begleitet, geprägt und beeinflusst haben. Das ist gut und recht und mit 70 Lenzen am Buckel irgendwie ja auch legitim und nett. Brauchbar oder gar notwendig macht das die Sache aber trotzdem nicht. Ich hab’s wirklich probiert, habe "My Way" drei Runden gegönnt, sehe das Projekt für mich persönlich nun aber als beendet an. Tausendmal durchgekauter Stoff wie "Fire", "TNT" , "Paint It Black" (x-mal grandios gekupfert, diesmal nicht) oder "Hell Bent For Leather" hat zwar immer Relevanz, langweilt auf "My Way" aber trotzdem.
Das muss doch einfach nicht sein und Udo Dirkschneider muss das auch nicht machen. Dann lieber noch tausendmal "Metal Heart" oder "Man And Machine". Das ist der German Metal Tank, aber nicht ein unnützes und zeltfesttauglich katastrophales "We Will Rock You". Warum nur tut man das mit diesem totgespielten Song? Macht keinen Sinn und auch keinen Spaß. Wolfsheim geht halt auch nur mit Ambiente und mit betörender Heppner-Stimme, der Tina Turner Smasher "They Call It Notbush" kann in der Udo’schen Swing-Version auch rein gar nix und ein übles "The Stroke" braucht auch keiner. "No Class" tut natürlich nicht weh, langweilt aber und da retten auch die wenigen gelungenen Momente das Kind nicht vorm Ertrinken. Die Highlights des Albums sind das gelungene Uriah Heep-Cover "Sympathy" und Rainbow‘s "Man On A Silver Mountain". Beide nett, letztendlich aber auch unnotwendig.

Vielleicht hätte Udo einfach nur das finale "My Way" als Single und Video aufnehmen sollen. Das hätte zumindest Tiefenwirkung gehabt. Der Rest vom Fest ist der Rede nicht wert und wird Udo Dirkschneider eigentlich auch nicht wirklich gerecht.
Lieber Udo! So wird bitte nicht abgetreten!

"I once was lost, but now I'm found.
Was blind, but now I see you
Metal heart, you're not hiding"




Trackliste
  1. Faith Healer (Alex Harvey)
  2. Fire (Crazy World Of Arthur Brown)
  3. Sympathy (Uriah Heep)
  4. They Call It Nutbush (Tina Turner)
  5. Man On The Silver Mountain (Rainbow)
  6. Hell Raiser (The Sweet)
  7. No Class (Motörhead)
  8. Rock And Roll (Led Zeppelin)
  9. The Stroke (Billy Squier)
  1. Paint It Black (Edit Version)
  2. He's A Woman, She's A Man (The Scorpions)
  3. T.N.T. (AC/DC)
  4. Jealousy (Frankie Miller)
  5. Hell Bent For Leather (Judas Priest)
  6. We Will Rock You (Queen)
  7. Kein Zurück (Wolfsheim)
  8. My Way (Frank Sinatra)
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