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8.0
Warum das lang ersehnte Social Distortion Album nun aussieht, wie ein Re-Release von Suvivor‘s "Eye Of The Tiger" erschließt sich mir nicht. Dennoch ist die Freude über ein neues Stück Musik aus dem Hause Ness groß. 15 Jahre und eine schwere Erkrankung sind seit "Hard Times And Nursery Rhymes" vergangen. Anhören tut man das Mike Ness aber nicht und es ist beruhigend, dass Trends und Entwicklung vollkommen spurlos an Social Distortion vorbei gegangen sind.
"Born To Kill" ist unkompliziert und gut. Sicher nicht das beste Social Distortion Album und auch Chris Issak’s "Wicked Game" hat schon deutlich besser geklungen, die Scheibe macht aber trotzdem genau die nostalgisch wehmütige Laune, die ich von Mike Ness bekommen will und blickt dabei in Würde auf eine knapp 50-jährige Karriere zwischen zeitlosem Punk und Rock N Roll zurück. Gerade zu Beginn klingt "Born To Kill" dabei richtig gut. Der Titeltrack ist genau der rotzige Mix aus rauem Charme, melodischen Punk und Rock N Roll, für den man Social Disortion schätzt. "No Way Out" macht das genauso und knarzt locker und lässig runter, bevor das melancholische "The Way Things Were" mit großer Wehmut und dem charismatischen "Wunderbare Jahre"-Flair an vergangene Tage erinnert und den typisch Ness’schen Albumhöhepunkt darstellt. So will man Social Distortion hören und so sind sie mit ihren Meisterwerken "White Light, White Heat, White Trash" (zum Classic Review) und "Sex, Love And Rock N Roll" unsterblich geworden. "Tonight" und "Partner’s In Crime" spielen auch noch in dieser wohltuenden Oberliga und genau so, wie Social Distortion eben einfach für uns "spielen" sollen. Das ist durch uns durch lässig, amerikanisch und hat genau jene Portion Ness-Schmerz, den man hören will. Das ist gut, das ist unkompliziert und man fühlt sich einfach wohl dabei! Im letzten Drittel geht der, ohnehin leider kurz geratenen Scheibe, dann etwas die Luft aus. "Crazy Dreamer" ist eine nette Country-Ballade mit Gastbeiträgen von Alternative-Country-Legende Lucinda Williams und Tom Petty and The Heartbreakers-Mitbegründer Benmont Tench und "Walk Away" und "Never Going Back Again" sind dann, ebenso wie das zugegeben richtig starke "Over You", solide Social Distortion-Kost. Ein echtes Highlight sucht man eher vergebens, während man sich über die eingangs erwähnte, vollkommen misslungene und unnütze "Wicked Game" Coverversion ärgern muss. Es gibt somit natürlich definitiv bessere Social Distortion Alben und nach all der langen Wartezeit hätte es vielleicht durchaus mehr sein dürfen. Lässig anzuhören ist "Born To Kill" mit aller seiner unbändigen Oldschool-Attitüde aber trotzdem und der "Soundtrack of his life" hat immer noch den ureigenen und unverkennbaren Charme, diese nostalgische Wehmut und diese unglaublich selbstsichere Coolness, die neben Bruce "The Boss" Springsteen eigentlich nur Mike Ness verbreiten kann. Social Distortion muss man einfach mögen und "Born To Kill"Muss man einfach machen, nutzt nix! Beste Grüße nach Orange County, Kalifornien Mr. Ness! Trackliste
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Reviews
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